Fliegen bedeutet für die meisten Hunde Stress. Schließlich fliegt man ja nicht jeden Tag. Die lauten Geräusche, die Box, in die der Hund muss und und und.

Von einer Flugreisen mit Hund für einen kurzen Wochenendtrip ist daher grundsätzlich abzuraten.

Das gilt besonders dann, wenn der Hund zu groß und zu schwer ist um im Passagierraum mitzureisen, für Langstreckenflüge und insbesondere für Flüge, die ein Umsteigen erfordern (also ein Umladen der Flugbox).

Natürlich gibt es auch Hunde, die eine Flugreise nicht aus der Ruhe bringen kann und die weit entspannter damit umgehen als andere. Vor allem, wenn sie klein genug sind um im Passagierraum mitreisen zu können, also während des Flugs nahe bei ihrem Menschen sein können.

DogFit für den Flug

Gut vorbereitet

  • Platz reservieren! Wenn Du Dein Flugticket buchst, musst Du unbedingt daran denken, auch Deinen Hund bei der Fluggesellschaft anzumelden und seinen Platz zu reservieren (und zu bezahlen). Achtung: Die meisten Fluglinien erlauben nur 2 Hunde (bzw. Haustiere) pro Flug. Stelle also vor Buchung Deines Tickets sicher, dass Dein Hund einen Platz in Deinem Flugzeug hat (Ist Umsteigen erforderlich, muss es in beiden Flügen einen Platz für ihn geben! – Also 4x für Hin-und Rückflug)
  • Gewicht: Kleine Hunde bis 8 bzw. 10 kg inklusive Transportbox (variiert je nach Fluggesellschaft) dürfen bei den meisten Fluglinien im Passagierraum mitreisen. Jedoch nicht auf dem Schoß, sondern in einer Transportbox, die unter dem Sitz verstaut wird und während des gesamten Fluges verschlossen bleiben muss. Bei manchen Fluglinien kann ein extra Sitz, auf dem die Box angeschnallt wird, gebucht (und bezahlt) werden.
  • Maße: Die Transportbox muss bestimmte Maße haben (auch diese legt die Fluglinie fest), die leider meist recht klein ausfallen. Ob Dein Hund sich in einer Box dieser Größe wohlfühlt und einen ganzen Flug gut darin übersteht, diese Entscheidung liegt bei Dir. Am besten Du testest das zu Hause schon vorher. Ein bisschen verbessern kannst Du seine Bewegungsfreiheit indem Du nicht eine feste Kunststoffbox besorgst, sondern eine flexiblere Stofftasche. Erkundige Dich aber vorher bei der Fluglinie, ob das o.k. geht. Manche Fluglinien gehen sehr locker damit um (und kümmern sich auch wenig um die Maße der Box), andere sind pingelig dahinter und verwehren Deinem Hund, wenn etwas nicht den Vorschriften entspricht, mitunter auch den Flug.
  • Größere Tiere müssen auf jeden Fall im Frachtraum in einer speziellen Flug-Transportbox (IATA zugelassen) befördert werden. Bei der Verladung und beim Transport kannst Du nicht dabei sein und nicht überwachen, wie alles von Statten geht und wie man mit Deinem Hund umgeht. Dazu die lauten Geräusche im Frachtraum. All das bedeutet großen Stress für Deinen Hund. Daher ist von einer Flugreise mit einem schweren Tier, wenn nicht unbedingt erforderlich (zB Umzug), auf jeden Fall abzuraten!
  • Kreislauf: Gib Deinem Hund einige Stunden vor dem Flug kein Futter mehr. Eine gefüllte Wasserschüssel muss er in der Flugbox aber haben (am besten am Gitter fixiert).
  • Auf der Flugbox müssen unbedingt Dein Name, Deine Anschrift (Heim- und Urlaubsadresse) und Deine Telefonnummer vermerkt sein!

Gewöhnung ist alles

Gewöhne Deinen Hund schon zu Hause lange vor der Flugreise Schritt für Schritt an die Hundebox. Das klappt am besten, in dem Du die Box OFFEN zu Hause stehen lässt, sie immer wieder mit Leckerlies füllst, die Deinen Hund dazu animieren hineinzugehen und die Box als tolle Sache zu sehen.

Erst wenn das stressfrei klappt, schließt Du die Box kurz, machst sie aber gleich wieder auf. Erst nach einiger Zeit schließt Du sie für länger usw.