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Jul

Bisher waren die Voraussetzungen für eine Reise mit Hund innerhalb der EU der blaue EU-Heimtierpass (Pet-Pass), eine gültige Tollwutimpfung und ein Chip oder eine gut lesbare Tätowierung.

Mit 3. Juli 2011 ändert sich das. Denn ab diesem Tag darf der Hund nur dann verreisen, wenn er mit einem Mikrochip versehen ist.

Worauf es beim Einsetzen des Chips ankommt und wie Du einen Microchip zu einer wirklich sicheren Sache für Deinen Hund machst, lies hier…

“Ist doch keine große Sache…”

Immer wieder hört man von Tierärzten und unkritischen Personen, die vielelicht auch noch einen persönlichen Vorteil aus der Verbreitung des Chips ziehen, dass das Einsetzen eines Microchips überhaupt keine große Sache sei. Gar nicht der Rede wert, eine Routineangelegenheit, gleichzusetzen mit einer Impfung. Also: Ein kleiner Stich und drin ist der Chip.

Ganz so ist es nicht, denn ein Chip ist immerhin so groß wie ein Reiskorn, und dementsprechend auch die Nadel, mit der der Chip eingesetzt wird… Also, ich bekäme diese Nadel nicht gerne in meinen Hals gestoßen.

Leider kommt es auch immer wieder nach dem (schnellen) Eingriff dazu, dass der Hund unter – mitunter eitrigen – Entzündungen an der Einstichstelle zu leiden hat. Die entstehen durch Haare, die mit der großen Nadel in die Einstichstelle gelangen.

Das andere Problem, das durch eine ” ganz unkomplizierte” Vorgehensweise häufig auftritt, ist, dass der Chip im Körper zu wandern beginnt. Abgesehen von möglichen Folgen für die Gesundheit des Hundes (Langzeitforschungen gibt es ja noch keine), hat es ja nicht sehr viel Sinn, wenn der Hund zwar gechipt ist, jedoch der Chip nicht aufzufinden ist.

Respekt und Sorgfalt

Das muss aber nicht sein, denn es gibt sehr wohl Tierärzte, die beim Einsetzen des Microchips mit dem notwendigen Respekt und der entsprechend großen Sorgfalt an die Sache herangehen.

Diese Tierärzte rasieren den kleinen Bereich, in dem der Chip mit der Nadel implantiert wird, um zu vermeiden, dass Haare mit der dicken Nadel in die Einstichstelle gelangen und das zu Entzündungen führt.

Viele Tierärzte geben den Hunden (und Katzen) sogar in eine kleine Betäubung, um den Chip sorgfältig und genau dort hin platzieren zu können, wo er hingehört.

Ein Chip alleine reicht nicht

Seinen Hund, besonders im Ausland, fern von zu Hause, zu verlieren ist ja für jeden Hundehalter die reinste Horrorvorstellung.

Natürlich bringt ein Chip Sicherheit. Beim Tierarzt kann mit einem Lesegerät schnell und unkomliziert herausgefunden werden, wie man den Halter kontaktieren kann.

Jedoch fühle ich mich persönlich als Hundehalter alleine wegen des Chips noch nicht auf der sicheren Seite. Denn wer garantiert mir, dass der Hund wirklich bei einem Tierarzt landet und wirklich nach mir als Besitzerin geforscht wird?

Weiß jemand, der mit dem Thema nichts zu tun hat, überhaupt, dass es so etwas wie einen Chip gibt?

Und denkt derjenige, der meinen Hund findet, überhaupt daran, dass er seine Herkunft bei einem Tierarzt überprüfen lässt?

Mit der Hundemarke auf der sicheren Seite

Ich habe daher für meinen Hund eine Hundemarke (zum Beispiel bei hundemarke.com) anfertigen lassen, auf der vermerkt ist, dass er einen Microchip hat.

So macht das Sinn, finde ich. Denn dann weiß jeder, der den Hund findet, dass der gechipt ist und man die Daten des Chips beim Tierarzt auslesen lassen kann.

Zusätzlich habe ich auf der Marke auch noch meine Telefonnummer vermerkt, denn so erspare ich meinem Hund im schlimmsten, ohnehin schon stressigen Fall, den Weg zum Tierarzt.

Wer oft im Ausland ist, sollte darauf achten, auch die Handyvorwahl (also 0049 bzw. 0043) auf die Marke gravieren zu lassen und eventuell den Text in englischer Sprache zu schreiben. Ich denke aber, das Wort “Microchip” ist ohnehin international verständlich.

Am besten und schönsten ist es natürlich, überhaupt nie in diese furchtbare Situation zu kommen. Aber ich finde, wenn man dem vorbeugen kann, ist es einfach schon ein gutes Gefühl!

Einen schönen Urlaub ohne jeden Zwischenfall wünschen Euch
Eure Gabriela mit Arthus

P.S: Die genannten Hundemarken haben den großen Vorteil, dass man auf Grund ihrer Größe sehr viel Platz hat um Text unterzubringen. Man kann den Text online “life” gestalten und so lange hin- und herschieben bis es passt. Ein Tipp von mir: Bestellt unbedingt einen Gummiring dazu. Den gibt’s in verschiedenen schönen Farben, und der verhindert, dass die Marke am Halsband bzw. Brustgeschirr angebracht, aufgrund Ihrer Größe und des Materials fürcherlich scheppert. Den Ring habe ich später nachbestellt (musste dann leider extra Porto zahlen), und seit dem klappert nichts mehr. Ich fühle mich jetzt sehr wohl, wenn ich weiß, dass unser kleiner (Ausreißer) Arthus gut geschützt ist. (Anm.: Klingt jetzt beinahe wie ein Verkaufstext, ich verdiene aber nichts damit! :-) )


Category : Hunde-Urlaub

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