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Dez

Dein Hund an Silvester: Das hilft gegen die AngstWas für Menschen ein schöner Brauch, ist für den Hund sehr oft eine Qual. Schließlich versteht er ja auch nicht, was der Trubel soll.

Viele Hunde leiden an Silvester unter großer Angst, haben Stress, zittern, jaulen. Manche Hunde bekommen sogar aus lauter Angst Durchfall oder sie erbrechen. Es ist ganz furchtbar.

Wenn wir versuchen, unseren Hund zu trösten und zu beruhigen, nützt das leider wenig, und im Gegenteil, oft verstärkt das die Angst unseres Hundes leider sogar noch.

Hier sind ein paar Tipps, wie Du Deinem Hund die Angst vor Silvester erleichtern kannst. -

Spazieren gehen in der Früh – Stammrevier vermeiden

Leider beginnt ja an den meisten Orten die fürchterliche Knallerei nicht erst am Silvesterabend, sondern schon Tage oder Wochen vorher. Den Höhepunkt erreicht sie aber dann doch im Laufe des Silvestertages, und gegen Abend hin wird es ganz schlimm.

Leg daher den längeren Spaziergang an diesem Tag am besten in die (frühen) Morgenstunden, wenn noch nicht so viel los ist auf der Straße. Später und vor allem gegen Abend hin, mach mit Deinem Hund am besten nur noch kleine Gassirunden, die Du am besten auf sehr kurze Gänge in der Nähe des Hauses beschränkst. So hat Dein Hund das Gefühl, jederzeit schnell nach Hause flüchten zu können.

Und was längere Spaziergänge betrifft, vermeide, besonders, wenn Du einen sehr ängstlichen Hund hast, an den Tagen rund um Silvester, wenn geknallt wird, einen längeren Spaziergang im “Stammrevier”. So bleiben später keine schlechte Erinnerung daran zurück.

Leinen NICHT los!

Auch wenn Dein Hund sonst frei läuft, solltest Du ihn am Silvestertag nicht frei laufen lassen (und wenn bei Euich viel geknallt wird, auch nicht die Tage davor). Jedes Jahr werden verängstigte Hunde aufgelesen. Durch einen Knaller erschreckt, laufen sie weit weg und verlieren die Orientierung.

Türen zu, Fenster zu, Jalousien runter!

Am Abend solltest Du mit Deinem Hund am besten zu Hause bleiben. Schließe alle Fenster und Türen, und schirme mit Jalousien oder Vorhängen alle Geräusche und Lichteffekte möglichst gut ab. Denn nicht nur die laute Knallerei, sondern auch die ungewohnten Lichtblitze machen den meisten Hunden Angst.

Ruhe vermitteln

Auch wenn das natürlich leichter gesagt als getan ist: Bewahre Du selbst Ruhe und versuche Deinem Hund zu vermitteln, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gibt. Dein Verhalten ist ganz wichtig, denn Deine Stimmung beeinflusst die Deines Hundes enorm. Er liest an Dir ab, wie groß die “Gefahr” tatsächlich ist. Wenn Du ruhig bleibst, nimmt ihm das viel ab.

Wichtig ist, dass Du Deinen Hund nicht ungewollt in seiner Angst bestärkst. – Übertriebenes Zureden und Streicheln kann leider genau nach hinten los gehen. Er denkt: “Aha, ich hab ja gewußt, es gibt einen Grund sich zu fürchten!”

Da sein

Dein Hund soll auf jeden Fall wissen, dass Du für ihn da bist. Daher: Gib ihm die Möglichkeit, in Deiner Nähe zu sein. Laß ihn an Dich kuscheln, wenn ihm das hilft, und versuche, beruhigend auf ihn einzuwirken, wenn er Anzeichen von Angst und Stress zeigt. Z.B. indem Du ihm etwas sagst, das ihm Sicherheit gibt. Etwa “Ist schon gut, alles o.k.” oder was auch immer Deinem Hund hilft.

Manchen Hunden hilft es auch, sich (gemeinsam mit seinem Menschen) unter einer Decke verstecken zu können. Manchen Hunden hilft es auch, sich in einem Kasten verstecken zu können.

Auch wenn es schwer ist, ist es am besten, Ruhe zu bewahren und dem Hund zu vermitteln, dass es keinen wirklichen Grund zur Angst gibt.

Notfallstropfen

Was vielen Hunden hilft, sind Bachblüten Notfalls-Tropfen (in der Apotheke erhältlich). Mit der Gabe der Tropfen musst Du aber schon ein paar Tage vorher beginnen, und am besten Du nimmst sie auch gleich, denn wie gesagt: Bist DU ruhig, ist auch Dein Hund weniger ängstlich.

Musik, Fernseher

Versuch die Geräusche, die von der Knallerei ins Haus dringen, so gut wie möglich zu übertönen. Natürlich in einer nicht zu hohen Lautstärke, die Deinen Hund abermals stresst, aber doch so, dass der Lärm nicht mehr so zu hören ist. Das kann der Fernseher sein oder aber auch Beruhigungsmusik von einer CD. Das hilft vielen Hunden.

Kauen hilft Stress abzubauen

Gib Deinem Hund etwas, das ihn von seiner Angst ablenkt. Zum Beispiel einen gefüllten Futterball, oder am besten etwas zu Kauen, denn das Kauen hilft Deinem Hund Stress abzubauen. Ein Kauknochen oder ein stabiles Stofftier, zum Beispiel aus Flies, auf dem herumgekaut werden kann, hat schon vielen Hunden geholfen, mit ihrer Angst besser umgehen zu können.

Einfach weg!

Natürlich ist es auch eine sehr gute Idee, wegzufahren, bevor die Knallerei überhaupt erst los geht. Wer zu Silvester noch spontan wegfahren möchte, findet hier garantiert knallfreie Häuser.

Jeder Tipp willkommen!

Hast Du einen Tipp, wie Du Deinem Hund den Silvester erleichtern kannst? Poste ihn doch damit auch andere Hundehalter davon profitieren können!

Einen ruhigen, möglichst Stress- und Angstfreien Silvester für Dich und Deinen Hund
wünschen Dir ganz herzlich
Gabriela & das ganze hunde-urlaub.net-Team


Category : Silvester

3 Meinungen für “Dein Hund zu Silvester: Das hilft gegen die Angst”


Gabriela Kropitz 29. Dezember 2010

Vielen lieben Dank!!! Das freut mich sehr!

Maria 28. Dezember 2010

artikel – wie immer – super! habe ihn gleich an ein paar leute weitergeleitet!

Helga Mitterbacher 28. Dezember 2010

Ich finde es ganz toll, wie ihr eure Beirtäge gestaltet.



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